Folgen des Dauerstresses

Die Mitochondrien sind Zellorganellen und dienen als Kraftwerke der Zelle.

An der Mitochondrienmembran findet die Zellatmung und die Energieproduktion statt. Gut arbeitende Mitochondrien versorgen den Körper mit ausreichend Energieäquivalenten die wiederum für unzählige Stoffwechsel –Vorgänge benötigt werden.

Im Dauerstress entstehen im Körper Sauerstoffradikale, die wiederum mit Zellbestandteilen reagieren und zum Teil nicht unerheblichen Schaden anrichten. Sind ausreichend Antioxidantien vorhanden, können Sie unschädlich gemacht werden. Auch hier geht es um das Gleichgewicht im Körper.

Gleichgewicht im Körper wichtig

Ein bestimmtes Radikal, das Stickstoffmonoxid oder kurz NO und andere Stickstoffmolekül-Radikale können sowohl positive Wirkungen entfallen, wie zum Beispiel die Gefäße weit stellen oder als Neurotransmitter fungieren; fallen jedoch zu viele Radikale an, so reagieren sie weiter und bremsen unter anderem die Atmungskette der Mitochondrien und schädigen die Membranen. Man spricht dann von Nitrosaminen oder Nitrosativem Stress.

Nach Pall et al.2007 und Kuklinski 2006,2007 werden folgende Ursachen einer vermehrten NO-Synthese oder Nitrosativem Stress genannt, wie z.B.

Dauerstress, Schmerzen, Chronische Entzündungen, Umweltgifte, Medikamente ( manche Antihypertonika, Cholesterinsynthesehemmer u.a.) oder Traumen der Halswirbelsäule. Das eigentlich schädigende Substrat im NO-Kreislauf ist das Peroxynitrit, das nachhaltig die Mitochondrien schädigt und zu einer erworbenen Mitochondriopathie führt.

In der Literatur werden viele chronische Erkrankungen oder Beschwerdebilder mit nitrosativem Stress in Verbindung gebracht, interessanter Weise auch solche, für die es bisher keine Erklärungsmodelle gab:

Chronisches Müdigkeitssyndrom, Multiple Chemikalien-Unverträglichkeit, Burn out und auch viele der „typischen „ Zivilisationskrankheiten.

Frühzeitiges Eingreifen

Wichtig ist, frühzeitig einzugreifen und dem Körper die Substanzen zu zuführen, die er für die Reparatur und den Schutz der Mitochondrien benötigt, denn wenn unsere Kraftwerke ausfallen, laufen wir auf Sparflamme.

Eine erhöhte Belastung des Körpers mit NO ist durch einen Urintest mit Bestimmung des Citrullins möglich. Eine Mikronährstoffanalyse gibt Aufschluss auf etwaig fehlende Cofaktoren der Energiegewinnung.

Wichtig ist zu wissen, dass es diese Möglichkeiten gibt und zu verstehen, dass Dauerstress, wie die WHO richtig bemerkt, der Risikofaktor für chronische Erkrankungen schlecht hin ist.