Schlafstörungen

Schlafstörungen haben mannigfaltige Ursachen.

Eine Veränderung des Schlafens ist jedoch als Symptom zu sehen, dass das Gleichgewicht in unserem Körper gestört ist.

Nicht nur das Alter, Geschlecht und die genetische Konstitution haben Einfluss auf unseren Schlaf, sondern auch physische und psychische Stressoren beeinflussen unser Schlafverhalten.

Nicht nur körperliche Stressauslöser wie Schmerz, Lärm, Krankheit, Drogenmissbrauch, Schichtarbeit oder Jetlag beeinflussen unseren Schlaf, sondern auch Ängste, Verlusterlebnisse, Konflikte, Depression und Konditionierungen verursachen Schlafprobleme. ( Mensch im Stress, Rensing et.al, Springer Spectrum 2013).

Gemäß der internationalen Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10, leidet ein Patient an Schlafstörungen im Sinne der Insomnie, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Einschlaf- und Durchschlafstörung, bzw. schlechte Schlafqualität,
  • Auftretenshäufigkeit mindestens 3 mal in der Woche über einen Monat
  • Überwiegende Beschäftigung mit der Schlafsröung und übertriebene Sorge am Tag und in der Nacht bezügliche der negativen Auswirkungen des mangelnden Schlafes
  • Ausgeprägter Leidensdruck bzw. deutliche störende Auswirkungen auf die soziale und berufliche Leistungsfähigkeit als direkte Folge der Schlafstörung.

Hand aufs Herz. Fast jeder Mensch kennt solche Phasen.

Es gibt interessante Tierexperimente, die deutlich belegen, dass Schlaflosigkeit unser Gedächtnis und unser Lernen negativ beeinflussen. So konnten Silva et.al 2004 zeigen, dass bei Mäusen nach Schlafdefiziten eine Abnahme der Gedächtnisleistungen aufraten, die von oxidativem Stress im Hippocampus ( Hirnareal) begleitet waren, nachgewiesen anhand des erhöhten Quotienten vom oxidierten und reduziertem Glutathion, sowie einer Zunahme der Lipidperoxidation. Antioxidantien, wie Melatonin, unserem Schlafhormon oder Vitamin E konnten in dieser Versuchreihe sowohl den oxidativen Schaden als auch die Gedächtnisdefizite verhindern.

Laut Kulinski et al. spielt aber auch der nitrosame Stress eine nicht unerhebliche Rolle, denn das Stickstoffmonoxid (NO) triggert zwar das Einschlafen, ständig erhöhte NO-Werte führen jedoch recht zuverlässig zu Durchschlafproblemen und Schlaf-Qualitäts –Verlusten. Eigenen Studienergebnissen zufolge, scheint die Verringerung des nitrosaminen Stresses maßgeblich an der Normalisierung der Schlafqualität beteiligt zu sein. Veröffentlichung folgt in 2016.